Alles Walzer, und viel Vergnügen… Revolutions
Somit findet die “Alles Walzer, und viel Vergnügen…” - Serie ihren krönenden Abschluss. Gestern Abend (27.1.2007) um 19:30 fand die 9. Opernredoute in Graz statt - und wir waren dabei. Aber jetzt mal Schritt für Schritt…
Wie schon in einigen Postings beschrieben planten wir bei der Opernredoute in Graz dabei zu sein. Sollte das irgendjemandem nichts sagen, dann kann ich nur diese Seite empfehlen. Nun, aus diesem Plan wurde gestern Abend Wirklichkeit.
Nachdem wir um ca 19:00 fertig gestylt waren, machten wir uns auf den Weg.
Schon die Ankunft bei der Oper war ein Erlebnis, denn sie wurde verschiedenen Farben beleuchtet und viele Fackeln erhellten den Weg zum Eingang.
Nachdem wir unsere Mäntel gegen eine “freiwillige Spende” (Betrag wird nicht verraten) abgegeben hatten, machten wir uns sofort auf den Weg zur Gallerie.
Um dorthin zu gelangen erklommen wir die Hauptstiege. Wir kamen uns ein bisschen verloren vor zwischen unzähligen Fotografen, Kameraleuten, Reportern, usw…. (Achja, wie es schien haben sie nicht auf uns gewartet….)
Als wir ca auf halber Höhe waren, kam uns eine Fotografin entgegen die kurzerhand gleich einige Fotos von uns machte. Wie wir erst später herausfanden, war es jemand vom Fotostudio “Schmickl” gewesen.
Da es erst ca 19:45 Uhr war, war das Gedränge noch nicht so schlimm und wir kamen recht flott zur Gallerie.
Wir staunten nicht schlecht als wir erfuhren das dort freie Platzwahl (System: Wer zuerst kommt, …) herrschte. Kurz gesagt, wir bekamen tolle Plätze und hatten gute Sicht auf das Tanzparkett. Dort sollte dann, unserer Meinung nach, um 20:30 die Eröffnung stattfinden.
Es wurde 20:30 Uhr und die Logen sowie der Platz rechts und links des Tanzparkettes war noch leer. Wir dachten uns noch nichts dabei weil es ja üblich ist erst 15-20 Minuten nach der geplanten Zeit zu beginnen.
Circa um 20:50 wurde ich dann doch etwas nervös und so warfen wir mal einen Blick auf unsere Eintrittskarten: “Polonaise: 21:30 Uhr”
Etwa zwei Stunden nachdem wir uns in die Gallerie gesetzt hatten waren alle Plätze in den Logen und am Parkett gefüllt und so warteten wir auf die Eröffnung. Wie “versprochen” war es dann um 21:30 soweit.
Musiker betraten den Saal und spielten das erste Stück des Abends. Dann kam Alfons Haider auf die Bühne und begrüßte einige Ehrengäste (unter anderem: Bundesminister Dr. Martin Bartenstein, Bürgermeister der Stadt Graz).
Man muss wirklich sagen, dass Alfons Haider seinen Job gut gemacht hat (Immer wieder irgendwelche Späße - Gratulation!). Er hatte bestimmt keine so leicht Aufgabe, denn er musst das Publikum so lange Unterhalten bis alle Vorbereitungen abgeschlossen waren und somit der nächste Teil der Eröffnung starten konnte.
Nach dieser kleinen Eröffnungsrede kam der Einzug der Tänzerinnen und Tänzer. Es folgte eine Darbietung des Grazer Balletts, gefolgt von der Polonaise.
Meine persönliche Meinung: So eine Polonaise hab ich noch nie gesehen - Eine Meisterleistung! Wie jedes Jahr wurde sie auch dieses Jahr von der Tanzschule Nebel einstudiert. Richtigstellung: Die Polonaise wurde natürlich erst zum 4. Mal von der Tanzschule Nebel einstudiert (in zusammenarbeit mit der Tanzschule Dietrich aus Judenburg). Vielen Dank an Gernot für den Hinweis!
Nach der Polonaise verließen wir den Saal um uns ein kühles Getränk zu gönnen, denn auf der Gallerie war es sehr warm und auch die Luft war nicht mehr die Beste.
Nach dieser kurzen Erfrischung streiften wir also durch die Oper und erkundeten alle Bars und Restaurants.
Auf unserem Wege durch die Menschenmassen trafen wir zuerst auf Herrn Bartenstein der gerade ein Interview fürs Fernsehen gab. Nachdem wir einige Male im Kreis gelaufen waren, kamen wir wieder im Saal an beobachteten die Tanzpaare.
Wir kämpften uns am Rand des Saales entlang und gelangten so zum Vorderen Teil. Vorne angekommen bahnten wir uns unseren Weg durch die Menschenmassen über eine Glasbrücke zum Nachbargebäude. Auf dieser Brücke war eine weitere Bar zu finden welche hauptsächlich italienisches zu bieten hatte. Prosecco, Weine und eine Antipasta - Variation (aber mehr dazu später).
Im Gedränge lief uns Alfons Haider über den Weg, welcher genau so geduldig durch das Gedränge musste. Im Nebengebäude angelangt genehmigten wir uns einen ausgezeichneten Pina Colada - wirklich sehr sehr gut!
Nach diesem guten Cocktail gingen wir ins Restaurant (lag gleich daneben). Zu unserem Enttäuschen hatte es, abgesehen von Gulaschsuppe und Frankfurter, nur Fischgerichte am Menüplan. So bestellten wir beide eine Gulaschsuppe - wie gewohnt: Ausgezeichnet!
Als wir gehen wollten entdeckten wir das Jazz-Gitti und Frau Barbara Karlich hinter uns saßen. Da es nun kurz vor Mitternacht war, gingen wir zurück Richtung Hauptsaal und warteten auf die Mitternachtseinlage. Eingeleitet wurde diese wiederum von Alfons Haider. Zu hören/sehen war eine eigenwillige Interpretation des Schaffens von Verdi.
Nach der Mitternachtseinlage gingen wir zurück Richtung Brücke und ich konnte Elisabeth überreden ein Antipasta Gericht zu probieren.
Wir haben es eindeutig nicht bereut!! Um 10 Euro bekamen wir einen Teller mit köstlichen italienischen Schinken, Parmesan Käse (im Ganzen - Frisch vom Laib), Oliven, Mozzarella Käse, Tomaten und Gebäck. Dazu tranken wir jeder ein Glas Sekt.
Nach diesem herrlichen kulinarischen Abschluss machten wir uns auf den Weg nach Hause.
Um ca 2 Uhr legten wir uns dann erschöpft schlafen.
Meine persönliche Bilanz des Abends: Sehr interessante Erfahrung, Ausgezeichnetes Essen und Trinken und sehr viel Menschen. Leider trafen wir keine Bekannten - was sicher sehr lustig gewesen wäre. Vielleicht können wir für nächstes Jahr einige dazu Überreden.
Natürlich haben wir auch einige Fotos gemacht. Diese gibt es auch in unserer Gallery zu sehen.
Einen großen Dank auch an unseren Sponsor für die Eintrittskarte!
Schön wars ![]()
Euer Josef